Soziale Ausgrenzung durch wiederholtes Übergehen oder Ignorieren von Mitarbeitern stellt eine unterschätzte psychische Belastung dar. Im Gegensatz zu offenen Konflikten verläuft dieses Phänomen subtil und schwer nachvollziehbar, belastet aber nachweislich das Wohlbefinden, die Zugehörigkeit und das Selbstwertgefühl. Die Mehrdeutigkeit dieser Verhaltensweisen macht es für Betroffene besonders schwierig, die Situation zu verarbeiten.
Für die Praxis: SiFas sollten bei der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen das Thema soziale Integration und informelle Kommunikationsmuster in Teams berücksichtigen. In Unterweisungen und bei der Präventionskultur ist es wichtig, auf die versteckte Wirkung von systematischem Ignorieren und Ausschluss hinzuweisen – auch im digitalen Kontext. Führungskräfte sollten sensibilisiert werden, solche Muster zu erkennen und proaktiv gegenzusteuern.
Quelle: SiFa-flex Blog
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