Rollenkonflikte entstehen, wenn Arbeitnehmende nicht vereinbare Anforderungen gleichzeitig erfüllen sollen – etwa schnell und sorgfältig arbeiten oder eigenständig entscheiden, aber eng definierte Vorgaben beachten. Die arbeitspsychologische Forschung unterscheidet zwischen Rollenkonflikten, Rollenunklarheit und Rollenüberlastung, die unterschiedliche Mechanismen haben und dauerhaft auf Gesundheit, Zufriedenheit und Zusammenarbeit wirken können.
Für die Praxis: Bei der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung sollten Sicherheitsfachkräfte gezielt nach widersprüchlichen Anforderungen zwischen Personen oder Organisationseinheiten fragen und diese dokumentieren. Maßnahmen zur Risikominderung müssen an den Quellen der Konflikte ansetzen – etwa durch klare Entscheidungswege und Priorisierung von Zielen – und lassen sich nicht allein durch bessere Informationen lösen.
Quelle: SiFa-flex Blog
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