Streetworker und Mobile Jugendarbeiter bewegen sich bewusst in potenziell unsicheren Settings, um ihre Zielgruppen zu erreichen. Viele Einrichtungen verfügen über keine ausreichenden Schutzkonzepte, Gefährdungsbeurteilungen oder Notfallpläne. Eine systematische Prävention mit klaren Organisationsstrukturen hilft, Fachkräfte vor Gewalt und psychischen Belastungen zu schützen.
Für die Praxis: Einrichtungen sollten ihre Gefährdungsbeurteilung explizit auf aufsuchende Arbeit abstimmen: Tandemeinsätze als Minimum, Einsatzregeln, Deeskalationstraining, verfügbare technische Hilfsmittel und Alarmsysteme. Nach Gewaltvorfällen ist eine strukturierte Nachsorge und Unfallmeldung bei der Unfallkasse erforderlich; die Aufsichtsbehörden unterstützen mit Krisenberatung und psychotherapeutischen Angeboten.
Quelle: BGW
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