Das Konzept der Verhaltensorientierten Arbeitssicherheit (BBS) fördert sicheres Verhalten durch gemeinsame Analyse und Selbstentscheidung statt Anordnung von oben. Im Gegensatz zu reinen Vorgaben internalisieren Beschäftigte Sicherheitsmaßnahmen nachhaltiger, wenn sie diese als eigene Entscheidung verstehen und gemeinsam vereinbaren. Für die erfolgreiche Umsetzung sind strukturelle Rahmenbedingungen, realistische Ziele und Unterstützung durch die Führungsebene entscheidend.
Für die Praxis: BBS sollte in bestehende Gefährdungsbeurteilungen integriert werden: Arbeitsgruppen analysieren konkret, warum unsicheres Verhalten auftritt, vereinbaren Alternativen schriftlich und dokumentieren deren Umsetzung durch Beobachtung. Wichtig ist, dass Führungskräfte selbst Vorbild sind und lernorientiertes Feedback geben – nicht kontrollierend oder schuldzuweisend. Vor Einführung empfiehlt sich eine Analyse der bestehenden Präventionskultur mit dem DGUV-Tool "KulturCheck".
Quelle: topeins (DGUV)
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