Explosionsfähige Atmosphären entstehen nicht nur in chemischen Anlagen, sondern auch in Bereichen mit Holzstaub, Mehlstaub oder Lösemitteldämpfen. Ein wirksamer Explosionsschutz erfordert eine zusammenhängende Analyse von Stoffeigenschaften, Freisetzungsquellen und Zündquellen – nicht nur die Auswahl explosionsgeschützter Geräte. Die Schutzrangfolge sieht vor: zunächst Bildung gefährlicher Gemische verhindern, dann Zündquellen vermeiden, schließlich Auswirkungen begrenzen.
Für die Praxis: Explosionsschutz muss in der Gefährdungsbeurteilung verankert sein und beeinflusst Anlagenplanung, Beschaffung und Arbeitsorganisation. Die Zoneneinteilung (Zonen 0–2 für Gase/Dämpfe, 20–22 für Stäube) ist Grundlage für die richtige Auswahl von Arbeitsmitteln. Bei Änderungen von Stoffen, Lüftung oder Verfahren muss die bisherige Zoneneinteilung überprüft werden.
Quelle: SiFa-flex Blog
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